Nützliche Landkarte für fremdbestimmtes Terrain

30. Dezember 2011

BUCH Seiwert-150x150 in Nützliche Landkarte für fremdbestimmtes TerrainSelbstbestimmt sein Leben zu gestalten – welch schöner und einfacher Wunsch! Doch wer vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht, wird darin die Richtung nicht mehr wählen können, selbst mithilfe der besten Baum-Klassifikationssysteme … Lothar Seiwert entfernt sich in seinem aktuellen Buch erfrischend deutlich von seiner eigenen – viele Jahre lang gültigen – Maxime des Zeitmanagement. Seine Beweggründe sind recht persönlicher Natur, sie resultieren aus Jahrzehnten genauer Beobachtung und dem sensiblen Nachspüren der Auswirkungen auf die eigene Lebensgestaltung. Dass Seiwert das so lebendig einfliessen lässt in sein Buch, gehört für mich zu den besonderen Stärken dieses auch so liebevoll gestalteten und illustrierten Buches.
“Entscheidungen muß man schon selbst treffen. Wer das Entscheiden anderen überlässt, wird seinen persönlichen Sinn nicht finden.” … Wer Zeit als Lebenszeit versteht und den Mut hat, sich mit Lothar Seiwert auf eine sehr persönliche Reise durch den hindernisgespickten Parcour der Lebensrealität zu begeben, wird mit diesem Buch seine helle Freude haben.

Lothar Seiwert: Ausgetickt: Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert. Abschied vom Zeitmanagement, Ariston 2011, 320 Seiten

Meine Stimme für Licht ins Dunkel

21. Dezember 2011

Diese Geschichte um einen zerbrochenen Wasserkrug ist mein persönlicher Beitrag für die “Licht ins Dunkel”-Sendung des ORF am 24. Dezember 2012. Die Aufnahme entstand auf Initiative der Radio Vorarlberg-Redakteurin und stimme.at-Kollegin Brigitte Schmidle.

Ich wünsche Ihnen allen trotz all des hektischen Weihnachtstrubels angenehme und erholsame Feiertage! Ihr Arno Fischbacher.

“Stimme ist Verkaufserfolg!”

20. Dezember 2011

Handschlag-150x150 in Stimme ist Verkaufserfolg!Oft sind es schon die ersten Sekunden eines Verkaufsgesprächs, die über den erfolgreichen Ausgang entscheiden. Sie beeinflussen, ob der Kunde überhaupt sein Ohr öffnet oder gleich abwinkt, er habe jetzt keine Zeit mehr. Denn die Stimme ist ein Schlüsselreiz in der Kommunikation. Die Worte können noch so klug gewählt sein, über die Stimme wird klar, wie sie gemeint sind. Sie lässt Einstellungen und innere Haltungen hören. Daran ändert sich auch nichts, wenn angeblich todsichere Formulierungen eingeübt werden, die garantiert zum Verkaufsabschluss führen sollen. …

Lesen Sie hier den kompletten ersten Teil der neuen Serie in den Vertriebsnachrichten.

English Pronunciation Mistakes

19. Oktober 2011

Buch Berkley in English Pronunciation MistakesVoice Coach Susan Berkley ist eine angesehene amerikanische Expertin, bekannt geworden unter anderem mit ihrem Bestseller “Speak To Influence: How To Unlock The Hidden Power Of Your Voice”. Für alle, die Englisch sprechen, tut es vielleicht ganz gut zu sehen: Auch bei den Amis gibt es klassische Betonungsfehler, auf die Stimmexperten wie Susan Berkley aufmerksam machen. Hier die Liste mit den neun beliebtesten Aussprache-Schlampern Icon Smile in English Pronunciation Mistakes

1. Get the “L” in there
Do you say “awready” and “awright” instead of “aLready” and “aLLright”?

2. “T” and “D” are not interchangeable
Do you say “qualiDY” instead of “qualiTy”? Or “diTn’t” for “diDn’t”?

3. The murderous switcheroo
Substituting AXE for ASK. Think about it: “I will AXE him if he wants to come.” With an invitation like that, he will probably decline.

4. The “R” vs. “OUR” syndrome
“OUR” (as in “our house”) is pronounced the same as “hour”-not like the letter “r”.

5. Probable cause
Do you shorten “PROBABLY” to “PROBLY” or “PROLLY?” Listen to yourself carefully.

6. “I” and “E” confusion
Many Americans make “E” and “I” interchangeable when they speak. For instance, “Do you have a pIn or a pIncil I can write with?”

7. It’s about them
Do you say “thUm” instead of “thEm”? You’re not alone, but try to avoid it.

8. “FUR” free!
Do you substitute “FUR” for “FOR”? When calling someone to the phone, do you say “It’s FUR you?” Keep the FUR on the animals, where it belongs!

9. Getting the jist of it
The word is “jUst” not “jIst.” Try to remember “justice”.

Quelle: Susan Berkley Newsletter vom 06.10.2011

Lächeln in der Stimme? So schützen Sie sich davor, bei falscher Freundlichkeit ertappt zu werden.

18. Oktober 2011

Sind Sie in Ihrem Beruf auch täglich mit vielen Menschen konfrontiert? Dann kennen Sie vielleicht auch diese speziellen Momente, in denen Sie denken „Ach, ich setze einfach mal mein freundliches Gesicht auf!“. Dann geben Sie sich kontaktfreudig, obwohl Sie in Wahrheit viel lieber einen Moment der Ruhe hätten. Und schon ist es wieder soweit: der nächste Kunde oder Mitarbeiter spricht Sie an. Sie ergeben sich in Ihr Schicksal, ziehen die Mundwinkel nach oben und geben Ihrer Stimme diesen speziellen fröhlichen Klang. Jetzt scheint es, als wären Sie der freundlichste Mensch auf Erden, der nur darauf gewartet hat, angesprochen zu werden. Tatsächlich?

Laecheln JMG-150x133 in Lächeln in der Stimme? So schützen Sie sich davor, bei falscher Freundlichkeit ertappt zu werden. Ich rate Ihnen zur Vorsicht: Ihre Stimme verrät Sie. Auch wenn Sie es scheinbar noch so gekonnt überspielen, Ihre Stimme macht hörbar, wie es gerade um Ihr Innerstes steht. Und schon schleicht sich unbewusst ein erster Misston in die Unterhaltung und stört letztlich das Ergebnis.

Doch kann es gelingen, im stressigen Berufsalltag immer wieder jedem Menschen gegenüber wahrhaft offen und freundlich zu sein? Lesen Sie vier Praxistipps, wie Sie mühelos immer wieder wahrhaften, authentischen Kontakt aufbauen – ohne sich innerlich zu verbiegen.

1. Erlernen Sie situationsbezogene Selbstempathie:
Trainieren Sie als ersten Schritt aktiv, Ihre Gefühle frühzeitig wahrzunehmen.
• Fragen Sie sich zwischendurch, ohne speziellen äußeren Anlass: Wie fühle ich mich gerade? Was empfinde ich?
• Erweitern Sie systematisch den Wortschatz für Ihre Gefühle.
• Erleben Sie im Alltag nur die besonders starken Gefühle bewusst, zum Beispiel wütend, zornig, traurig, unsicher, nervös oder erheitert, freudig etc.?
• Oder sind da immer wieder auch: Unruhe, Missmut, Getriebensein, Unzufriedenheit und ähnliches?

2. Sensibilisieren Sie sich für den Gefühlsausdruck der Stimme
Beginnen Sie damit, auf die Stimmen anderer zu achten, bevor Sie sich Ihrer eigenen Stimme zuwenden. Das fällt leichter und kann ein unterhaltsames Übungsfeld sein.
• Wie klingt diese Stimme gerade?
• Welche Gefühle und Befindlichkeiten hören Sie heraus?
• Erleben Sie Gesprächsinhalt und Tonalität im Einklang?

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pixelio.de/A. Reinkober

Achtung: Üben Sie nur in belangslosen Gesprächen. Denn das Gehirn fokussiert im Alltag beim Zuhören sofort auf den Sprachinhalt, den Sinn. Sobald Sie bewusst für einige Sekunden lauschen, wie die Stimme klingt und welche Stimmungen sie Ihnen verrät, verlieren Sie leicht den inhaltlichen Faden.

Nach diesen Vorübungen widmen Sie sich nun dem eigenen Ausdruck. Sie wissen vielleicht bereits aus eigener Erfahrung, dass die Stimme immer nur das authentisch ausdrücken kann, was im Menschen da ist. Das künstliche Lächeln am Telefon wird deshalb so rasch als das erkannt, was es ist: ein Manipulationsversuch.

3. Die Technik des „Inneren Lächelns“
Diese Anleihe an einer alten taoistischen Technik kann Ihnen im Geschäftsleben sehr gute Dienste erweisen. Als besonders nützlich erweist sich diese fernöstliche Mentaltechnik:
• als kurzer Moment der Einstimmung, bevor Sie einen Raum betreten und die Anwesenden begrüßen
• kurz bevor Sie das Telefon abheben
• vor Ihrer Wortmeldung bei einem Meeting

Folgende kleine Übungsschritte versetzen Sie in kürzester Zeit in die Lage, Ihre Stimmung und Ihren Gemütszustand bewusst aufzuhellen – was immer auch um Sie herum gerade geschieht. Sie werden so unabhängig von der guten Laune anderer.

 in Lächeln in der Stimme? So schützen Sie sich davor, bei falscher Freundlichkeit ertappt zu werden.

pixelio.de/Bernd Wachtmeister

Achten Sie darauf, dass Sie ungestört sind und lassen Sie Ihre Arbeit für ein paar Sekunden ruhen. Spüren Sie bewusst nach, wie Sie gerade sitzen oder stehen und richten Sie Ihren Blick nach innen.
• Spüren Sie in sich hinein und lassen Sie in Ihrer Mitte (für die meisten Menschen ist das der Bauch oder die Magengegend) ein angenehmes, rundes, warmes, volles, zufriedenes Gefühl entstehen. Vielleicht bemerken Sie als Reaktion darauf, wie sich Ihr Atem verändert oder sich Ihre Wirbelsäule aufrichtet.
• Verwandeln Sie dieses gute Gefühl bewusst in ein immer breiter werdendes inneres Lächeln.
• Lassen Sie dieses innere Lächeln langsam nach oben aufsteigen.

Vielleicht registrieren Sie, dass dieses gute Gefühl Sie nun ganz einnimmt und erfüllt. Überprüfen Sie:
• In welcher Weise hat sich Ihr Gesichtsausdruck verändert?
• Wie nehmen Sie nach dieser Übung die Welt um Sie herum wahr?
• Wie klingt Ihre Stimme, wenn Sie nun sprechen?

4. Das Gedankenquiz
Gehören Sie zufällig auch zu jenen Menschen, die im Restaurant oder Café gern still andere Menschen beobachten? Dann ist die folgende Übung wie maßgeschneidert für Sie, denn sie baut auf eine der grundlegenden und oft geschmähten menschlichen Eigenschaft: der Neugier. Das „Gedankenquiz“ lässt Sie – speziell, wenn Sie täglich mit vielen Kunden konfrontiert sind – immer wieder aufs Neue freundlich und interessiert wirken und schafft in Sekundenbruchteilen entspannten Kontakt.

Angenommen, die Tür öffnet sich und ein neuer Kunde kommt auf Sie zu. Genießen Sie den ersten Eindruck, den Sie wahrnehmen und beginnen Sie nun Ihr kleines „Gedankenquiz“. Fragen Sie sich selbst eine der folgenden Fragen und erwarten Sie neugierig im Verlauf des Gesprächs subtile Hinweise auf eine Antwort:
• Woher kommt Ihr Gesprächspartner gerade?
• Waren die Momente vor dem Eintreten für Ihren neuen Gesprächspartner angenehm oder unangenehm?
• Was denkt diese Frau, dieser Mann gerade in diesem Moment?
• Wann ist er oder sie wohl heute aufgestanden?
• Welche Farbe hat vermutlich sein oder ihr Auto?
• usw.

Achten Sie dabei ab und zu darauf, was sich an Ihrer inneren Haltung Ihrem neuen Gesprächspartner gegenüber verändert. Was ändert das Gedankenquiz an Ihrer Stimmung? Was zeigt Ihr Gesichtsausdruck?

Die Stimme ist der sensibelste Indikator für innere Regungen. Das Klangspektrum Ihrer Stimme signalisiert machtvoll, aber unbewusst, welche Einstellung Sie zu Ihrem Gegenüber haben:
• Klingen Sie geschäftig, aber unverbindlich? Dann legen Sie eine nicht besonders motivierende Rolle für Ihren Gesprächspartner fest, reduzieren ihn auf seine Funktion als Umsatzbringer, als Kästchen im Organigramm oder gar als Verursacher von neuem Arbeitsaufwand.
• Klingen Sie offen, neugierig, persönlich? Lässt Ihre Stimme jene warmen, vollen Töne hören, die im Fachjargon als „Eigenton Ihrer Stimme“ bezeichnet werden?
Ich gratuliere. Dann steht einem persönlichen, gehaltvollen Gespräch nichts mehr im Weg.

Zach Davis

13. Oktober 2011

Zach-Davis in Zach Davis Wenn ich an meinen Trainer- und Rednerkollegen Zach Davis denke, fällt mir im Grunde genommen als erstes ein Widerspruch auf. Ein seltsamer Beginn für eine Kollegen-Empfehlung, nicht wahr? Doch ich will es gerne erläutern. Es geht dabei um die unterschiedlichen Qualitäten von Zeit:

Wenn ich als Coach mit jemandem an einem Vortrag arbeite, der dabei ein Manuskript nutzen will, geht es meist erst einmal um Verlangsamung. Statt Sätze pausenlos hintereinander wegzusprechen, lernt er (oder sie) sich die Zeit zu nehmen, eine Botschaft auszusprechen und dann abzuwarten, ob bei den Zuhörern der sprichwörtliche Groschen fällt. So gönnt er nicht nur sich selbst Pausen, sondern auch seinem Publikum, damit es überhaupt die Chance bekommt, die Informationen zu verarbeiten.

Zach Davis wiederum ist ein echter Beschleuniger: Er verspricht Steigerung des Lesetempos um durchschnittlich 124,5 Prozent durch PoweReading®, gibt konkrete Zeitspartipps in seinem Konzept zur Zeitintelligenz. Bei ihm lernen Sie also, in sehr kurzer Zeit den Überblick zu bekommen und möglichst viele Informationen zu verarbeiten, um dann mit ihnen arbeiten zu können.

Wenn man genau hinschaut, geht es uns beiden darum, Zeit hoch effizient zu nutzen – nur mit anderem Fokus. Zach Davis ist ein Beschleuniger mit Tiefgang.

Ganz besonders verbindet uns, dass wir die eigenen Trainings und Coachings ständig auf ihre Transferwirksamkeit prüfen. Nur wenn die Tools schnell anwendbar sind und nachweisbar nachhaltig zu Ergebnissen führen, sind sie wirklich gut. Wie gelingt es noch einfacher, das Erlernte anzuwenden? Welchen Nutzen bringt die Veränderung? Welchen Erfolg erlebe ich dadurch?

Zach Davis hat sich in zwei Bereichen spezialisiert und für diese konkrete Schritt-für-Schritt-Systeme entwickelt, die sofort gewinnbringend eingesetzt werden können:

PoweReading®: verdoppelt Lesetempo bei gleichem Verständnis
Der Effektivitäts-Code©: vom Zeitmanagement zur Zeitintelligenz

Ich freue mich, wenn Ihr Weg Sie einmal zu diesem geschätzten Kollegen führt. Danke, Zach, für allen fruchtbaren Austausch.

Nicht gekauft hat er schon

10. Oktober 2011

11-09 Buch-Limbeck in Nicht gekauft hat er schon Was soll man zu so einem Buch noch sagen, über das schon derartig viel geschrieben worden ist? Es ist in drei Amazon-Buchkategorien auf Platz 1, hat schon über 100 Rezensionen erhalten. Im ManagerMagazin auf der Bestsellerliste Platz 10, im Handelsblatt belegt das Buch Platz 6. Wenn Sie gerne Eindrücke über die Inhalte erhalten möchten, empfehle ich Ihnen, einfach mal bei Amazon reinzuklicken und sich einige der Rezensionen anzuschauen.

Was ich an dem Buch so mag: es spiegelt die Person Martin Limbecks wider, und zwar in einer unglaublich von innen heraus motivierenden, herzlichen Art und Weise. Das Buch hat noch etwas: es ist wahnsinnig praktisch. Jeder Absatz enthält eine konkrete Denkanregung, ermuntert dazu, Dinge ein wenig anders, ein wenig lockerer, aber auch ein wenig selbstkritischer zu betrachten. Kurzweilig und gut – die Lektüre lohnt sich.

Und noch ein Tipp:
Martin Limbeck hat mit seinem Team eine Salesimpulse App entwickelt. Top-Tipps und Strategien für den Spitzenverkauf. Die App war noch nicht lange draußen und belegte schon auf Platz 1 der deutschen Wirtschafts-Apps. Hier erfahren Sie mehr.

Ich weiß, wie Du tickst

10. Oktober 2011

11-09 Buch-Betschart in Ich weiß, wie Du tickstRasch zu erfassen, wie andere Menschen ticken und sie auf den ersten Blick zu durchschauen, wünschen sich viele. An Martin Betscharts Buch gefällt mir ganz besonders, dass er sehr schnell zeigt, dass es weniger ums „Schauen“ geht, sondern vielmehr darum, Unterschiedlichkeiten in der Persönlichkeit zu verstehen. Das bedeutet auch, erstmal zu verstehen, wie ich selbst ticke, um dann Unterschiede zu erkennen. Mich spricht das Buch an, weil es die Empathie ins Zentrum des Miteinanders stellt. Martin Betschart bietet eine leicht verständliche Grundlage für Empathie, mit deren Hilfe es gelingt, die Bedürfnisse des anderen im Gespräch zu erfassen und die eigene Kommunikation anzupassen, sodass es gelingt, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Klasse sind die vielen Beispiele, die Abwechslung bringen und Lust machen, immer weiter zu lesen.

In der Sprachlosigkeit gefangen

23. September 2011

2011-09-23 WDR Hautnah-150x150 in In der Sprachlosigkeit gefangenWir suchen Teilnehmer (Coachees) für eine WDR-Dokumentation in der Sendereihe Menschen hautnah.

Es tut weh: Nicht zu wissen, was man sagen soll. Kein Thema fällt einem ein. Nichts täte man lieber, als mit anderen zu reden, aber da ist diese unüberwindliche Hürde. Nicht nur Fremden gegenüber bleibt man lieber stumm. Den Arbeitskollegen weicht man aus, der Freundeskreis sagt, man sei halt passiv. In der Familie reden die anderen.

Von Außenstehenden wird Sprachlosigkeit häufig als übertriebene Schüchternheit belächelt, als Arroganz missverstanden oder einfach nur ignoriert. Doch Menschen, die sich als sprachlos erleben, vereinsamen oft innerlich. Dabei muß die Karriere nicht unbedingt darunter leiden. Man verkriecht sich lieber in Unterlagen, anstatt zu diskutieren. Alle Details seines Faches hat man parat, aber das nächste Telefonat schiebt man lieber auf.

Für die Sendung suche ich gemeinsam mit dem WDR Menschen, die von ihrer Sprachlosigkeit erzählen. Wir wollen mit intensiven Portraits Verständnis für dieses unterschätzte Problem wecken. Mir als Coach ist dabei besonders wichtig, Auswege zu zeigen, sensible, konkrete Hilfe anzubieten.

Zahlreiche Filme der Sendereihe Menschen hautnah sind in den letzten zehn Jahren mit renommierten Fernseh- und Medienpreisen ausgezeichnet worden. Das Team nähert sich im Rahmen der Produktion eines öffentlich-rechtlichen Senders den Betroffenen mit großem Respekt.

Wenn Sie jemanden kennen, der betroffen ist, oder sich selbst angesprochen fühlen, bitte kontaktieren Sie mich unter arno.fischbacher@stimme.at, per Skype unter skype:arno.fischbacher oder telefonisch unter +43 (699) 11 000 002. Ich freue mich auf unser Gespräch.

Was wäre die Welt ohne Rhetorik?

18. August 2011

Ganz schön doppelbödig, diese Frage, nicht wahr? Um ein Haar hätte ich – aus dem allerersten Reflex heraus – auf diese Frage eines Forum-Teilnehmers auf LinkedIn ohne nachzudenken mit ins Loblied der Rhetorik eingestimmt. Dann aber hat sich in mir eine zweite Stimme gemeldet.

So sehr die rhetorischen Ausdrucksmittel wie unsere Sprache, die Stimme und die Körpersprache immer wieder Gutes tun und dem Besseren zum Durchbruch verhelfen, so sehr helfen dieselben Werkzeuge doch mancherorts auch, Konflikte zu verschärfen, Menschen gegeinander aufzuhetzen und unsägliche Gräuel anzurichten.

Es ist wohl wie bei vielen Lebensthemen: Letztlich offenbart sich auch in der Rhetorik die Geisteshaltung, das Menschenbild. Herzensbildung ist somit vielleicht die Königsdisziplin der rhetorischen Schulung.